Heimisches Superfood: Grünkohl und Schwarzkohl

Superfood ist exotisch? Von wegen! Auch in Deutschland gibt es viele Nahrungsmittel mit Superfood-Potenzial.
Text: Nina Susann Schmidt | Fotos: BLE-Presseinformation

Jetzt ab auf den Teller: die beiden Wintergemüse Grünkohl und Schwarzkohl

Den Grünkohl erkennt man an seinen knackigen Blätter mit grüner oder violetter Farbe. Aber auch inhaltlich kann er punkten: Provitamin A, Vitamin C, E, K, B2, Nicotinamid, Folsäure, Eiweiß, Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen und jede Menge Ballaststoffe stecken in ihm. Außerdem enthält Grünkohl hohe Gehalte an Glucosinolaten (Senfölglykosiden) auf, deren Abbauprodukten krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden. Tipp: Grünkohl sollte schonend gegart werden, damit möglichst viele wertvolle Inhaltstoffe erhalten bleiben.

Geschmacklich milder und feiner als der Grünkohl ist Schwarzkohl, der aufgrund des Anbaugebietes auch als Toskanischer oder Italienischer Kohl bekannt ist. Seine schwarzgrünen, blasigen, leicht nach unten gerollten Blätter sind schmal und bis zu 80 cm lang. Schwarzkohl wird bis in den Winter hinein geerntet, ist aber nicht völlig frosthart. Eine Portion deckt schon den gesamten Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem ist er reich an Vitamin B6, das gut für die Nerven ist. Als Kalium- und Calciumquelle trägt der Schwarzkohl außerdem zur Erhaltung der Knochen und Muskelfunktion bei. Und das alles bei nur 37 Kalorien pro 100 Gramm. Bisher ist die heimische Ware nur regional und eher auf Wochenmärkten erhältlich. Wer ihn also mal entdeckt: zugreifen und genießen!

Redaktion
Nina Susann Schmidt
Ernährungswissenschaftlerin (B.Sc) und Journalistin
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