Faktencheck: Milch

Ist Milch ungesund?

Ist Milch ungesund oder ein Gesundheitsfo╠łrdernder Na╠łhrstofflieferant ? Kaum ein Lebensmittel ist wissenschaftlich so umstritten wie Milch. FOODFORUM informiert u╠łber den Stand der Forschung
Text: Franziska Horvat | Fotos: Charlotte May / pexels

 

Milch ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen

Milch ist tatsa╠łchlich sehr nahrhaft und in vielen La╠łndern ein wichtiger Teil der ta╠łglichen Erna╠łhrung. Die deutsche Gesellschaft fu╠łr Erna╠łhrung (DGE) gibt als ta╠łglichen Orientierungswert 200 bis 250 Gramm Milch und Milchprodukte wie Joghurt oder Quark an sowie 50 bis 60 Gramm Ka╠łse (etwa zwei Scheiben). Neben Wasser setzt sich Milch vor allem aus Kohlenhydraten in Form des Milchzuckers Lactose und leicht verdaulichem Fett zusammen.

Sie ist zudem eine gute Quelle fu╠łr hochwertiges Eiwei├č, denn sie entha╠łlt alle neun fu╠łr uns Menschen unentbehrlichen Aminosa╠łuren. Milch und Milchprodukte tragen hierzulande ma├čgeblich dazu bei, dass wir genu╠łgend Calcium, Vitamin B12 und B2 aufnehmen. Erwa╠łhnenswert ist au├čerdem der Gehalt an den Mineralstoffen Jod, Magnesium, Phosphor und Zink sowie den Vitaminen A und D. Alle, die nur wenig oder gar keine Milch und Milchprodukte verzehren, ko╠łnnen ihren Bedarf an diesen Makro- und Mikrona╠łhrstoffen aber auch mit anderen Quellen decken. Unter anderem sind hier Hu╠łlsenfru╠łchte, Gemu╠łse und Nu╠łsse zu empfehlen. Allein Vitamin B12 kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor und muss bei veganer Erna╠łhrung erga╠łnzt werden.

Milch st├Ąrkt die Knochen und sch├╝tzt vor Osteoporose

In Milch steckt viel Calcium, etwa 120 Milligramm pro 100 Milliliter. Der Mineralstoff ist ein wichtiger Baustoff fu╠łr die Knochen. Bei Kindern wirkt sich ein ho╠łherer Konsum von Milch und Milchprodukten offenbar positiv auf die Knochenmasse aus. Doch fehlt es an statistisch belastbaren aussagekra╠łftigen Kontrollstudien. Es gibt auch keine wissenschaftlichen Belege dafu╠łr, dass der Milchgenuss im Erwachsenenalter vor Knochenschwund (Osteoporose) und Knochenbru╠łchen schu╠łtzt.

Denn es gibt viele Faktoren, die das Osteoporoserisiko erho╠łhen ko╠łnnen, dazu geho╠łren ein Mangel an Vitamin D, wenig ko╠łrperliche Bewegung (vor allem Krafttraining sta╠łrkt die Knochen) und ein hoher Tabak- und Alkoholkonsum. Auch die genetische Veranlagung, ein hohes Lebensalter und die Ethnizita╠łt spielen eine Rolle ÔÇô so sind Menschen mit wei├čer Hautfarbe und Asiaten anfa╠łlliger fu╠łr diese Erkrankung. Fu╠łr starke Knochen ist man also nicht auf Milch angewiesen.

Es wurde sogar diskutiert, ob ein hoher Milchkonsum dem Ko╠łrper Calcium entziehen und damit Osteoporose fo╠łrdern ko╠łnnte. Denn die im Milcheiwei├č enthaltenen schwefelhaltigen Aminosa╠łuren wirken im Ko╠łrper sa╠łurebildend. Und um diese Sa╠łuren zu neutralisieren, beno╠łtigt der Ko╠łrper Calcium, das er u╠łber den Urin ausschwemmt. Aber die Milch entha╠łlt derart viel dieses Mineralstoffs, dass die Calcium-Bilanz auch bei ho╠łherer Milchzufuhr immer noch positiv ausfa╠łllt.

Kuhmilch ist f├╝r Menschen generell unvertr├Ąglich

Muttermilch ist zweifelsohne die beste Nahrung fu╠łr Babys. Denn sie entha╠łlt alle notwendigen Na╠łhrstoffe in optimaler Menge, die der Sa╠ługling zum Wachsen beno╠łtigt. Kuhmilch hingegen ist perfekt auf Ka╠łlbchen abgestimmt. Daher wird immer wieder diskutiert, dass sie als artfremdes Produkt fu╠łr Menschen generell unvertra╠łglich ist. Tatsa╠łchlich leiden weltweit etwa 75 Prozent der Erwachsenen an einer Lactoseunvertra╠łglichkeit.

Bei den Betroffenen kommt es nach dem Verzehr von Milchprodukten zu Bla╠łhungen, Bauchschmerzen oder Durchfall. Ihnen fehlt das Enzym Lactase, das den in jeder Milch enthaltenden Milchzucker (Lactose) verdaut. Dieses Enzym wurde vom Organismus urspru╠łnglich nur im Sa╠ługlingsalter gebildet. In Mittel- und Nordeuropa aber, wo seit Beginn der Viehzucht vor rund 7000 Jahren Tiermilch zur Erna╠łhrung geho╠łrt, hat sich der Ko╠łrper im Laufe der Evolution an den Milchkonsum angepasst. In diesen Regionen kann also auch der Organismus Erwachsener noch Lactase produzieren.

Daher sind beispielsweise nur etwa 20 Prozent der Deutschen lactoseintolerant. In Asien dagegen sind 90 Prozent der Menschen von dieser Unvertra╠łglichkeit betroffen, da ihre Vorfahren keine Milchwirtschaft betrieben.

Milch beg├╝nstigt unreine Haut

Der Konsum von Milch scheint die Entstehung von unreiner Haut und Akne zu begu╠łnstigen. 2018 zeigte eine Meta-Analyse mit knapp 72.000 Teilnehmern, dass Milchtrinker ha╠łufiger unter Akne litten, und zwar umso heftiger, je mehr Milch sie tranken. Denn Milch la╠łsst den Blutzuckerspiegel steigen, woraufhin blutzuckersenkendes Insulin sowie der insulina╠łhnliche Wachstumsfaktor IGF-1 produziert wird. IGF-1 fo╠łrdert das Zellwachstum ÔÇô und bei Akne eben das der talgbildenden Hautzellen.

Au├čerdem regen bestimmte Aminosa╠łuren in der Milch im Ko╠łrper noch zusa╠łtzlich die Bildung von IGF-1 an. So jedenfalls vermuten die Wissenschaftler. Dennoch ist dieser Zusammenhang bis heute wissenschaftlich umstritten. Klar aber ist: Meiden Akne-Patienten Milch, bessert sich tatsa╠łchlich bei vielen das Hautbild, wobei auch andere Nahrungsmittel Akne fo╠łrdern ko╠łnnen, allen voran Zucker, wei├čes Mehl und geha╠łrtete Pflanzenfette.

Das Milch-ABC

Frischmilch ist pasteurisiert, wurde also 15 bis 30 Sekunden auf 75 Grad Celsius erhitzt. Dabei werden krankmachende Bakterien abgeto╠łtet. Sie ist im Ku╠łhlschrank etwa zehn Tage lang haltbar.

ESL-Milch (Extended Shelf Life) ist im Supermarkt mit dem Hinweis ÔÇ×la╠łnger haltbarÔÇť zu finden. Diese Milch wurde mikrofiltriert, also durch einen feinen Filter gepresst. Die Milch ist im Ku╠łhlschrank bis zu drei Wochen haltbar und weist nicht den typischen Kochgeschmack der H-Milch auf. Sie entha╠łlt a╠łhnlich viele Vitamine wie die Frischmilch.

H-Milch (haltbare Milch) wurde auf mindestens 135 Grad ultrahocherhitzt. Sie ist auch ungeku╠łhlt einige Monate haltbar. Doch durch dieses Verfahren gehen wertvolle Enzyme und au├čerdem bis zu 20 Prozent hitzeempfindliche Vitamine wie B1, B6 und B12 verloren.

Rohmilch ist komplett unbehandelt und wurde nach dem Melken nur gefiltert. Sie ist nur ÔÇ×ab HofÔÇť erha╠łltlich und 96 Stunden haltbar. Rohmilch entha╠łlt noch ihre natu╠łrlichen Inhaltsstoffe, sollte aber vor dem Verzehr abgekocht werden, um krankheitserregende Keime abzuto╠łten.

Vorzugsmilch ist eine Art der Rohmilch, die aber in den Handel gebracht wird. Sie unterliegt hohen Anforderungen; die Tiere mu╠łssen beispielsweise monatlich auf Krankheiten untersucht werden. Sie darf nur durch staatlich zugelassene und kontrollierte Betriebe hergestellt werden.

Fettarme Milch hat einen Fettanteil von 1,5 bis 1,8 Prozent (Vollmilch von 3,5 Prozent). Sie beha╠łlt dabei aber wie die Vollmilch noch alle Vitamine.

Milch f├Ârdert die Entstehung von Krebserkrankungen

Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg erkla╠łrten 2019, dass sie eine bislang unbekannte Klasse von Infektionserregern in Milch und Fleisch des europa╠łischen Rinds gefunden hatten: die Bovine Meat and Milk Factors (BMMFs). Sie ko╠łnnten im menschlichen Brust- und Darmgewebe Entzu╠łndungen hervorrufen, die langfristig die Entstehung von Krebs begu╠łnstigen wu╠łrden. Die Forscher vermuten, dass Kinder mit noch nicht ausgereiftem Immunsystem in den ersten beiden Lebensjahren mit BMMFs infiziert werden ko╠łnnen, wenn sie Kuhmilch als Beikost erhalten. Sie empfehlen daher, Babys mo╠łglichst lange zu stillen und nicht zu fru╠łh Kuhmilch zuzufu╠łttern.

Noch aber sei die Datenlage zu du╠łnn und weitere Forschung notwendig, betonen die Wissenschaftler. Interessant ist aber, dass das weltweite Verteilungsmuster der Darm- und Brustkrebsraten mit dem Verzehr von Milch und Fleisch vom europa╠łischen Rind eng zusammenha╠łngt.

Fu╠łr Kritiker ist Tiermilch zudem ein hormonelles Signalsystem. Neben IGF-1 und bestimmten Aminosa╠łuren wie Leucin halten sie weitere Inhaltsstoffe der Kuhmilch fu╠łr problematisch: kleine Erbgutfragmente, die microRNAs. Diese aktivierten in den Zellen einen Signalweg, der sie zu Wachstum und Vermehrung anrege, so die Forscher. Was von der Natur gewollt sei, weil Ka╠łlbchen gro├č werden sollen, fu╠łhre beim Menschen mo╠łglicherweise zur U╠łberstimulierung von Wachstumsprozessen, was die Entstehung von Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten fo╠łrdere. Die Forschungsergebnisse sind jedoch bisher nicht eindeutig genug, um daraus Empfehlungen abzuleiten. So kamen andere Studien zu dem Schluss, darunter die europa╠łische EPIC-Studie und der Bericht des World Cancer Research Fund von 2018, dass ein ho╠łherer Verzehr von Milch und Milchprodukten das Risiko fu╠łr Dickdarmkrebs senke.

Milch erh├Âht das Risiko f├╝r Herz-Kreislauf-Leiden

Das Milchfett besteht u╠łberwiegend aus gesa╠łttigten Fettsa╠łuren. Ein hoher Anteil in der Nahrung kann das ÔÇ×schlechteÔÇť LDL-Cholesterin im Blut erho╠łhen. Dieses lagert sich in den Gefa╠ł├čwa╠łnden ab und gilt als ein Risikofaktor fu╠łr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Untersuchungen der letzten Jahre haben aber gezeigt, dass das Milchfett den Cholesterinspiegel nicht negativ vera╠łndert. Gro├če Bevo╠łlkerungsstudien weisen zum Teil sogar auf positive Wirkungen von Milch im Hinblick auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit hin. Eine im Jahr 2014 im British Medical Journal vero╠łffentlichte schwedische Studie mit u╠łber 100.000 Teilnehmern zeigte allerdings, dass sich mit jedem Glas Milch mehr pro Tag das Risiko eines fru╠łhzeitigen Todes erho╠łhte.

Der Verzehr von Joghurt und Ka╠łse senkte dagegen das Sterberisiko. Die Forscher schlie├čen aber nicht aus, dass andere Lebensstilfaktoren fu╠łr die beobachteten Effekte verantwortlich sind. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2019, erschienen in der Fachzeitschrift Advances in Nutrition, kommt zu dem Ergebnis, dass der ma├čvolle Konsum von Milch und Milchprodukten das Leben weder verla╠łngert noch verku╠łrzt.

Milch verschleimt die Atemwege bei Erk├Ąltungen

Dieser Glaube ist schon ziemlich alt. Milch hinterla╠łsst in Kombination mit dem Speichel tatsa╠łchlich eine schleimige Konsistenz in Mund- und Rachenraum. Dass der Verzehr aber zu einer erho╠łhten Schleimbildung fu╠łhrt und Krankheiten der Atemwege verschlimmert oder ihr Abklingen hinauszo╠łgert, konnte noch keine wissenschaftliche Untersuchung nachweisen.

A2-Milch nur ein Marketingtrick?

Vor einigen Jahren fand die sogenannte A2-Milch den Weg in die Supermarktregale, die ha╠łufig als besonders beko╠łmmliche und gesunde ÔÇ×UrmilchÔÇť vermarktet wird. Was ist das? Das Milcheiwei├č Beta-Casein in der Kuhmilch kommt in zwei sich minimal unterscheidenden Varianten vor ÔÇô A1 und A2. Welche Variante eine Kuh produziert, ist genetisch bedingt. Urspru╠łnglich gaben alle Rinder A2-Milch, doch durch eine Mutation hat sich vor allem unter den europa╠łischen Rassen das A1-Beta- Casein verbreitet.

Bislang aber gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege dafu╠łr, dass A2-Milch besonders gesund ist. Auch Wissenschaftlern ist kein Mechanismus bekannt, der dahinterstecken ko╠łnnte. Besser vertra╠łglich bei Lactoseintoleranz ist sie jedenfalls definitiv nicht, denn A1- und A2-Milch unterscheiden sich nicht im Lactosegehalt.

Milch macht dick

Vor allem das Milchfett, aber auch der Milchzucker sorgen fu╠łr einen recht hohen Kaloriengehalt der Milch. So liefert ein Glas Vollmilch mit 200 Millilitern etwa 130 Kilokalorien. Milch za╠łhlt daher zu den Nahrungsmitteln und ist nicht zum Durstlo╠łschen gedacht. Es gibt aber kein Nahrungsmittel, das automatisch dick macht. Es kommt immer darauf an, in welcher Menge man es zu sich nimmt.

Studien legen sogar die Vermutung nahe, dass das in Milch- und Milchprodukten enthaltene Calcium die Gewichtsreduktion unterstu╠łtzt, da es den Fettabbau ankurbelt. Die Datenlage dazu ist aber uneinheitlich. Dass fettarme Produkte fu╠łr die schlanke Linie vorteilhafter sind, konnten Untersuchungen bisher nicht zeigen.

Bio-Milch ist ges├╝nder

Bio-Ku╠łhe mu╠łssen mo╠łglichst artgerecht gehalten werden. Die O╠łko-Richtlinien schreiben im Stall mindestens sechs Quadratmeter Platz fu╠łr jede Kuh vor, damit sie genug Platz zum Liegen und Wiederka╠łuen haben. Ihr Ruhebereich muss eingestreut sein, damit die Tiere bequem und sauber liegen ko╠łnnen. Die konventionelle Haltung macht keine solchen Vorgaben. Die Anbindehaltung ist bei Biobauern nur bei weniger als 35 Ku╠łhen in Ausnahmen erlaubt, und nur, wenn den Tieren regelma╠ł├čig Weidegang gewa╠łhrt wird.

Allerdings sind auch Bioku╠łhe darauf gezu╠łchtet, in kurzer Zeit mo╠łglichst viel Milch zu produzieren. Sie geben zwar etwas weniger Milch als konventionelle Ku╠łhe und leben la╠łnger bis zur Schlachtung, allerdings haben Untersuchungen gezeigt, dass sie ungefa╠łhr genauso ha╠łufig an Euterentzu╠łndungen oder Lahmheiten leiden.

Bioka╠łlber werden nach ein bis zwei Tagen von der Mutter getrennt. Sie erhalten in den ersten drei Monaten Kuhmilch, konventionelle Ka╠łlber bekommen Milchaustauscher. Einige Bioho╠łfe betreiben eine muttergebundene Aufzucht, bei der die Ka╠łlber bis zu drei Monate bei ihren Mu╠łttern bleiben. Demeter-Bauern und der Nutztierschutzverein ProVieh haben dafu╠łr das Siegel ÔÇ×Zeit zu zweit fu╠łr Kuh und KalbÔÇť entwickelt. Betrachtet man die Inhaltsstoffe, entha╠łlt Biomilch einen ho╠łheren Anteil an Omega-3-Fettsa╠łuren. Denn die Ku╠łhe fressen mehr Gras auf der Weide und nehmen damit mehr von den gesundheitsfo╠łrdernden Fettsa╠łuren auf.

Milch schadet dem Klima

Die Produktion von Milchprodukten und ebenso von Fleisch erzeugt mit Methan und Lachgas viele klimascha╠łdliche Emissionen. Den gro╠ł├čten Anteil am Methan-Aussto├č hat die Kuh selbst, denn das Treibhausgas entsteht bei der Verdauung im Magen der Tiere.

Aber auch die Lagerung und Ausbringung von Tier-Mist und Gu╠łlle setzt Methan und Lachgas frei. Hinzu kommt der Aussto├č klimascha╠łdlichen Kohlendioxids durch die Abholzung von Regenwa╠łldern fu╠łr Weiden und den Anbau von Futtermitteln. Die Erna╠łhrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) scha╠łtzt, dass etwa ein Fu╠łnftel der von Menschen gemachten Treibhausgase aus der Tierhaltung stammen.

Die FAO za╠łhlt die Produktion von Milch und Fleisch au├čerdem zu den wichtigsten Verursachern globaler Umweltprobleme. Dazu geho╠łren unter anderem die U╠łbersa╠łuerung der Bo╠łden, die Wasserknappheit, die Verunreinigung von Bo╠łden und Wasser sowie der Verlust von wertvollem Land. Die Art und Weise, wie tierische Produkte produziert werden, spielt aber ebenfalls eine gro├če Rolle. So schneidet eine optimierte Weidehaltung in der O╠łkobilanz besser ab als eine ganzja╠łhrige Stallhaltung. Weniger Fleisch- und Milchprodukte zu essen, halten jedoch viele Experten fu╠łr den effektivsten Weg, um die Umwelt zu entlasten. Forscher an der Oxford Universita╠łt berechneten im Jahr 2018, dass eine vegane Erna╠łhrung den CO2-Fu├čabdruck eines jeden Menschen um bis zu 73 Prozent reduzieren kann.

FAZIT: Ein gema╠ł├čigter Milchkonsum scheint sich bei Menschen ohne Milcheiwei├č- oder Lactoseunvertra╠łglichkeit nicht ungu╠łnstig auf die Gesundheit auszuwirken. Milch und Milchprodukte ko╠łnnen zur Versorgung mit Mikro- und Makrona╠łhrstoffen beitragen, die aber auch aus pflanzlichen Quellen bezogen werden ko╠łnnen (au├čer Vitamin B12). Um eine o╠łkologisch und ethisch verantwortungsbewusste Milchviehhaltung und ÔÇôproduktion zu unterstu╠łtzen, sollte man Biomilch von regionalen Anbietern bevorzugen.
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